Forschungsgesellschaft

Die Ludwig-Erhard-Forschungsgesellschaft für Kooperative Wirtschaft

Die Ludwig-Erhard-Forschungsgesellschaft für Kooperative Wirtschaft (2012-2016)

Die Forschungsgesellschaft wurde im Jahr 2012 mit der Konstituierung eines wissenschaftlichen Beirats gegründet.

Sie fungierte als Drittmittelgeber, um den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an genossenschaftswissenschaftliche und kooperationsökonomische Fragestellungen heranzuführen und die Bearbeitung entsprechender Forschungsprojekte zu unterstützen und vorhandenes Know-how für diese Themen nutzbar zu machen.

 
 

Die Finanzierung erfolgte über Beiträge genossenschaftlicher Unternehmen und des Genossenschaftsverbands Bayern e.V. Organisatorisch angesiedelt war sie am Forschungsinstitut für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg, das seit über 60 Jahren Forschung auf diesem Gebiet betreibt.

Die Vorstandsmitglieder des Instituts gehörten dem wissenschaftlichen Beirat der Forschungsgesellschaft an, der jährlich über die Förderung neuer Forschungsprojekte entschieden hat.

Ludwig Erhard

Ludwig Erhard

Ludwig Erhard studierte Betriebswirtschaftslehre an der damaligen Handelshochschule Nürnberg und war nach Fertigstellung seiner Promotion 1925 an der Universität Frankfurt Assistent und Lehrbeauftragter der Handelshochschule. Er zählte zu den Mitbegründern der GfK AG.

Zwischen Ludwig Erhard, dem ersten deutschen Wirtschaftsminister nach dem II. Weltkrieg, und genossenschaftlichem bzw. kooperativem Wirtschaften gibt es eine Reihe von Verbindungen. Eine Verbindung zum Genossenschaftswesen ergibt sich durch seinen Doktorvater Franz Oppenheimer, der einer der führenden Theoretiker des Genossenschaftswesens in Deutschland war. Hervorzuheben ist auch die Rolle der Genossenschaften bei der Sicherung des Wettbewerbs und der Schaffung von Marktzugang. Diese Aspekte zählen zu den Kernelementen der Sozialen Marktwirtschaft Erhardscher Prägung.

Liberalem Gedankengut folgend, ergibt sich eine weitgehende Übereinstimmung zwischen den genossenschaftlichen Prinzipien der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung und den konstituierenden Werten einer Sozialen Marktwirtschaft, die neben dem Wettbewerbsaspekt auf subsidiärer Solidarität und weitgehender Selbstorganisation beruht.

Die Ludwig-Erhard-Forschungsgesellschaft griff diese Aspekte auf und übertrug sie auf die genossenschaftliche Forschung.

Ludwig Erhard

Ludwig Erhard

(1897 - 1977)