Bankentag 2026: Künstliche Intelligenz im Bankensektor

Am 18. September 2026 lud das Forschungsinstitut für Genossenschaftswesen an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zum diesjährigen Bankentag ein. Im Haus eckstein in Nürnberg kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis zusammen, um sich mit einer der derzeit zentralen Zukunftsfragen der Finanzwirtschaft auseinanderzusetzen: dem Einsatz und der Bedeutung von künstlicher Intelligenz (KI) im Bankensektor.

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Matthias Wrede (Vorstandsvorsitzender des Forschungsinstituts) und Prof. Dr. Jochen Hoffmann (stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Forschungsinstituts) folgten drei Vorträge und eine anschließende Diskussionsrunde (siehe Programm). 

Prof. Dr. Volker Brühl vom Center for Financial Studies der Goethe-Universität Frankfurt am Main begann mit seinem Vortrag „Künstliche Intelligenz in der Finanzindustrie“. Er gab einen umfassenden Einblick in die aktuellen Entwicklungen rund um KI und beleuchtete deren Bedeutung für die Finanzindustrie. Dabei wurde deutlich, dass Künstliche Intelligenz zunehmend Einfluss auf Geschäftsmodelle, Prozesse und die zukünftige Ausgestaltung von Finanzdienstleistungen nimmt.

Im Anschluss richtete Dr. Andreas Walker von der Akademie Deutscher Genossenschaften in Montabaur den Blick auf die genossenschaftliche FinanzGruppe. Unter dem Titel „Nutzung und Relevanz von Künstlicher Intelligenz in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Aktuelle Studienergebnisse einer Umfrage bei Genossenschaftsbanken“ stellte er aktuelle Ergebnisse einer Befragung von Genossenschaftsbanken vor. Im Mittelpunkt standen dabei die konkrete Nutzung von KI sowie deren wahrgenommene Relevanz für die Institute. Der Vortrag bot damit einen praxisnahen Einblick in den aktuellen Stand der Entwicklung innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Den dritten fachlichen Schwerpunkt setzte Prof. Dr. Michael Denga, Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. In seinem Vortrag „Rechtliche Aspekte der Nutzung künstlicher Intelligenz durch Banken“ widmete er sich den rechtlichen Fragestellungen, die mit dem Einsatz von KI im Bankgeschäft verbunden sind. Damit wurde die technologische und praktische Perspektive um eine wichtige rechtliche Dimension ergänzt.

In der anschließenden Diskussion wurden die verschiedenen Perspektiven zum Einsatz künstlicher Intelligenz zusammengeführt. Der Austausch zeigte, dass die zunehmende Nutzung von KI für Banken nicht nur technologische und strategische Fragen aufwirft, sondern ebenso Fragen der konkreten Anwendung und des rechtlichen Rahmens. Gerade für die genossenschaftliche Kreditwirtschaft ergeben sich daraus vielfältige Ansatzpunkte für die weitere Auseinandersetzung.

Der Bankentag 2026 hat erneut gezeigt, wie wichtig der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis für den genossenschaftlichen Bankensektor ist. Mit dem Schwerpunkt auf künstlicher Intelligenz griff das Forschungsinstitut ein Thema auf, das die Entwicklung der Finanzindustrie nachhaltig prägt und die Banken auch in den kommenden Jahren beschäftigen wird.

Wir danken allen Mitwirkenden für ihre Beiträge und freuen uns auf den Bankentag 2027!